Damit ihr Hoffnung habt. 2. Ökumenischer Kirchentag in München

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Vom 12. bis 16. Mai 2010 werden mehr als 100.000 Menschen am 2. Ökumenischen Kirchentag (ÖKT) in München teilnehmen. Christinnen und Christen aller Konfessionen sind
eingeladen, sich zu beteiligen: an der Suche nach Antworten auf drängende politische Fragen, an kontroversen Diskussionen über die Zukunft unserer Erde, an Schritten aufeinander zu in der Offenheit der Begegnung, am gemeinsamen Gebet, am Fest des Glaubens. Das Motto "Damit ihr Hoffnung habt" ist dem 1. Petrusbrief im Neuen Testament (Kapitel 1, Vers 21) entlehnt.

Die Katholische Aktion (KA) organisiert in Zusammenarbeit mit dem Forum der
christlichen Kirchen in Oberösterreich eintägige Busfahrten zum
ÖKT nach München
(Detailierte Informationen im PDF-Folder, Veranstaltung auf Facebook). Aber auch eine Teilnahme an mehreren oder allen fünf Tagen ist möglich.

Aktuelle Informationen gibt es neben der Homepage auf Facebook-Seite des Ökumenischen Kirchentages und via Twitter.

Transparenz ja - oder doch nicht?

In den vergangenen Monaten ist in Österreich der Ruf nach mehr Transparenz in Bezug auf soziale Transferleistungen laut geworden: Wer bekommt wie viel an finanzieller Unterstützung, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten? Gibt es Leute, die das Sozialsystem ausnützen und mehr Geld bekommen, als ihnen gesetzlich zusteht?

Auffallend ist, dass sich manche EntscheidungsträgerInnen in Politik und Wirtschaft nun in der ebenfalls öffentlich gewordenen Debatte um Steuerhinterziehung (in Deutschland) vornehm zurückhalten und beispielsweise von einer Lockerung „unseres“ Bankgeheimnisses zugunsten höherer Transparenz nichts wissen wollen. Wie passt das zusammen?
 

Schluss mit lustig ...

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… oder wie eine Gesellschaft zunehmend an Humor verliert. Von Zeit zu Zeit gehe ich Schwimmen, zum Einen weil es Spaß macht und zum Anderen um etwas für mein körperliches Wohlbefinden zu tun. Offenbar hatten an jenem Tag auch einige andere diese Idee, somit war ich bei weitem nicht der einzige im Schwimmbecken des Hallenbads.

Umarmen! Mehr davon!

Gerade wurde ich auf Facebook zum internationalen Umarmungstag am 22. März 2010 eingeladen und habe auch zugesagt wie derzeit über 12.000 andere Menschen auch - eine sympathische Idee wie auch der Jogginghosentag, eine Facebook-Aktion über die wir gestern auch bei einem ThemaTisch-Meeting mit einen Grinsen im Gesicht geplaudert haben.

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Dieser Umarmungstag ist aber etwas mehr, denn er zielt nicht nur auf ein gemütliches Outfit ab (und vielleicht das Zuhausebleiben und damit die Konsumverweigerung), sondern damit ist eine entscheidende Beziehungsdimension angesprochen: Wie oft nehmen wir uns wirklich Zeit, uns nahen Menschen zu zeigen, wie wichtig sie uns sind? Wie viele Nähe ist in unserem Alltag möglich?

Ähnliche Fragen eröffnet auch die weltweite Free Hug Bewegung. Da stellen sich Menschen mit einem Schild auf die Strasse und bieten kostenlose Umarmungen an - für alle, die das mögen. Jede/r kann, niemand muss. Ich habe das das erste Mal in London im Hyde Park erlebt (siehe Foto) und auch genutzt (leider kein Foto gemacht). Aber auch in Linz habe ich schon Kostenlose-UmarmerInnen in der Landstrasse gesichtet.

Ich weiss nicht, ob ich das selbst anbieten würde, aber es gefällt mir. Es ist ein Statement gegen schnelles Vorbeigehen, gegen die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche - und lädt ein, die eigene Bezogenheit zu unseren Mitmenschen zu überdenken. Mehr davon! 

Für eine Finanztransaktionssteuer!

474331442_1e3a9cff4c_mBankenkrise, Kollaps des Finanzmarktes, Bankenmilliarden und Finanzskandale - und auf der anderen Seite öffentliche Haushalte mit immer weniger Spielraum für Daseinsfürsorge wie Soziales und Gesundheit. Der Schere zwischen Reich und Arm geht noch mehr auseinander.

Eine (wenn auch nicht die einzige) mögliche Strategie dem entgegenzuwirken, wäre die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, die wie Markus Schlagnitweit von der Katholischen Sozialakademie bezugnehmend auf eine WIFO-Studie ausführt, die Finanzmärkte stablisieren würde und gleichzeitig, selbst wenn diese sehr niedrig bemessen ist, hohe Erträge für die öffentlichen Haushalte bringen würde, weil die Umsätze auf den Finanzmärkten hundertmal höher sind als die Umsätze der Realwirtschaft, das BIP.

Wer diese Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer unterstützen möchte, kann dies auf Initiative von ThemaTisch in Kooperation mit der Katholischen Sozialakademie ganz einfach auf Facebook tun. 

Foto: kiki follettosa

Organisationen und Kampagnen auf Facebook: Fanseiten, Gruppen oder normale Profile?

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Ich mache derzeit bei meiner Aufgabe in der Katholischen Aktion und darüber hinaus die Erfahrung, dass viele überlegen für eine Organisation oder eine Kampagene "etwas" auf Facebook zu machen. Mehr als 1,2 Mio. UserInnen sprechen für sich.

Das Interesse an Facebook ist auch gut so: Gerade um mit Menschen, die nicht sowieso jeden Tag Kontakt mit der Kirche haben, in Kommunikation zu kommen, eignet sich Facebook sehr gut - dann wenn die MacherInnen auch wirklich Lust und Interesse haben aktiv mit InternetuserInnen zu interagieren. Dabei stellt sich schnell dann die Frage, ob eine Fanseite, Gruppe oder ein "normales" Profil angelegt werden soll.

Ein "normales" Profil, also die Anmeldung eigentlich als Person unter dem Namen einer Organisation oder Kampagne kann ich definitiv nicht empfehlen. Facebook sieht das in seinen Nutzungsbedingungen nicht vor und ich habe schon davon gehört, dass solche Profile von einem Tag auf den anderen gelöscht wurden.

Also bleibt die Frage: Fanseite oder Gruppe? Die Antwort: Es kommt darauf an.

"Gute Arbeit"

Wie arbeiten wir eigentlich? Müssen wir so arbeiten? Wie wollen wir zukünftig arbeiten? Was kann aus christlicher Sicht „Gute Arbeit“ genannt werden?
Dazu eine Vision zur Arbeit von Frithjof Bergmann : „Für die Zukunft ist es notwendig, eine Arbeit zu finden, an die man glaubt und die man gerne tut und nicht mehr oder minder erleidet. Eine Arbeit, die erhebt statt zu erniedrigen, die belebt, statt bedrückt, die Kraft gibt, anstatt die Seele auszusaugen.“

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Seit 2002 gibt es die Kampagne „GUTE ARBEIT“, die von KAB und Betriebsseelsorge  getragen wird. Die zur Kampagne gehörende Website http://www.gutearbeit.at wurde nun neu gestaltet.
GUTE ARBEIT soll eine gesellschaftliche Diskussion anregen, die die Arbeitswelt in all ihren Zusammenhängen einschließt. Dabei soll die einseitige Fixierung auf die Wirtschaftlichkeit in Frage gestellt und aufgebrochen werden: Der Mensch steht im Mittelpunkt von Arbeit und Wirtschaft. Es geht dabei um einen Schritt zu mehr Menschlichkeit in der Arbeitswelt Österreichs.
Im Zentrum stehen neben dem Kriterium der Wirtschaftlichkeit
• die Würde des Menschen: Gute Arbeit muss als sinnvoll erlebt werden können.
• die Verteilungsgerechtigkeit: Gute Arbeit ermöglicht Existenzsicherung für alle.
• die Umweltverantwortung: Gute Arbeit gestaltet und schützt die Welt.
 

Fans für die Ökumene gesucht!

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Seit einigen Wochen gibt es eine eigene Facebook-Fanseite für die Ökumene - gerade passend zur aktuellen Weltgebetswoche für die Einheit der Christinnen und Christen. Dort gibt es regelmässige Infos und Interessantes zum Thema und die Möglichkeit sich auszutauschen. Derzeit sind es 238 Fans, aber ich habe den Eindruck es werden täglich mehr. Gut so - denn die Zusammenarbeit der christlichen Kirchen kann jede Ermutigung gut brauchen. Join us! 

Foto: bogenfreund

Beänstigende Trends - Beitrag zur Blogparade zum Wahljahr 2010

Thomas Knapp von feuerhaken.org veranstaltet eine Blogparade. Das ist eine kooperative Aktion von BloggerInnen, die in ihren Blogs über ein vorgegebenes Thema schreiben. Das fördert die Kooperation untereinander. Der Initiator, die Initiatorin postet nach Abschluss eine Auswertung der eingegangenen Beiträge.

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Das Thema für diese Blogparade ist das Wahljahr 2010. Schon mehrere BloggerInnen haben ihre Prognosen abgegeben (Weltbeobachterin, BäckBlog, Lost and Found, farblos) vermutlich kommen noch mehr dazu bis Ende Jänner. 

Ja, die Wahlen. Irgendwie folgt ein Superwahljahr auf das andere. So auch 2010. Es stehen neben Gemeinderats- und Landtagswahlen auch die BundespräsidentInnen-Wahl an, übrigens ganz aktuell ab 26. Jänner auch die Wahl zum ORF Publikumsbeirat. Prognosen kann ich nicht abgeben - dazu mögen sich andere berufen fühlen - aber über Trends möchte ich schreiben. 

Gefakte Schönheit

Gestern hat Katrin das Thema Schönheit aufgegriffen - Schönheit, die bei ChirurgInnen gekauft wird. Eine andere Variante zeigt dieses Video: So werden uns die Schönheitideale via Photoshop vorgegaukelt.

Ungewöhnliche Wege

Foto: Ferdinand Kainder

Ferdinand Kainder startet Anfang Februar seinen neue Arbeit als Leiter der Citypastoral und Koordinator der Region Linz für die Katholische Kirche. Er GEHT das in ungewöhnlicher Weise an: Mit STADT_pilgern. Ab Donnerstag, 21. Jänner, wird er 10 Tage lang die 46 Pfarren und pastoralen Knotenpunkte, mit denen er künftig zusammenarbeiten wird, erGEHEN. In Gesprächen mit den MitarbeiterInnen vor Ort und bei zufälligen Begegnungen will er "eintauchen" in die lokalen Gegebenheiten. Seine Erfahrungen bloggt er täglich auf http://kaineder.wordpress.com/, wie er es auch schon während seiner Pilgerreise nach Assisi getan hat (dazu auf ThemaTisch). 

Ich bin zwar keine, die es gross mit dem Gehen und Wandern hat, aber diese Idee finde ich eine richtig Gute. Vor Ort lässt sich vermutlich mehr über die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen an die Kirche herausfinden als nur in Sitzungen oder übers Lesen sachlicher Studien. Die Kirche ist für die Menschen da.

Gekaufte Schönheit

Fett absaugen, Brust vergrößern, Nase korrigieren – die
Sehnsucht nach der Idealfigur und großer Leidensdruck lassen Betroffene für
Schönheitsoperationen oft tief in die Tasche greifen. Mit diesen Eingriffen
verbunden sind aber auch hohe Risiken. Daher ist oft der Einsatz von
Patientenanwälten notwendig, um Korrekturen der vermeintlichen Verschönerung zu
veranlassen. Schönheit nach Maß ist inzwischen machbar und weitgehend
gesellschaftlich akzeptiert. Früher nur ein Thema, das Frauen vorbehalten war,
legen sich jetzt auch immer mehr Männer unter das Messer. In der Debatte um die
Schönheitsoperationen stellt sich die Frage: Was bedeutet Schönheit überhaupt?
Wann sind Schönheitsoperationen medizinisch notwendig, wann sind sie Luxus?
Zwei Ärzte, ein Rechtsberater, eine Society-Reporterin, eine
Marktforscherin und eine Theologin diskutieren dieses Thema heute Abend in
Radio Oberösterreich.

Radio Oberösterreich, 20.04.-21.00, Moderation: Reinhard Waldenberger

Wo war Gott in Haiti?

Wie kann ein guter Gott so etwas zulassen? Angesichts der Bilder aus Haiti stellt sich diese Frage zu Recht. Warum trifft es immer die Ärmsten? Warum verschwindet das Thema nach einigen Wochen Sensationsberichten in den Medien dann wieder in der Versenkung? Was ist das für ein Gott, der selbst die, die aus dem Schutt gerettet wurden, danach verdursten und verhungern lässt?

"Wenn wir an Christus glauben, müssen wir auch an die Einheit der Christen glauben"

"Wenn wir an Christus glauben, müssen wir auch an die Einheit der Christen glauben" sagt der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura, der seit 1. Jänner den Vorsitz im "Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich" (ÖRKÖ) übernommen hat. Von 18. bis 25. Jänner findet "Weltgebetswoche für Einheit der Christen" statt, die Anlass ist die Zusammenarbeit, aber auch Trennung der christlichen Kirchen zu reflektieren - und vielleicht weitere gemeinsame Schritte zu gehen. In allen Bundesländern finden ökumenische Gottesdienste statt, in Linz am Donnerstag, 21. Jänner um 18.30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche mit Superintendent Dr. Gerold Lehner, Dompfarrer Max Strasser und allen Konfessionen.

Die Krise geht auf Kosten der Jungen - „ju-can“, das Jugendprojekt der Bischöflichen Arbeitslosenstiftung

Vorbestraft, Zoff mit den Eltern, krank, arbeitslos, rebellisch? Bei dieser "Diagnose" schüttelt jeder Personalchef von vornherein den Kopf. Gerade in Zeiten, wo schon SchülerInnen eingetrichtert wird, dass sie gar nicht früh genug beginnen können, ihre Karriere zu planen. Sie müssen sich später ja nicht nur ein Auto, eine Familie, ein Haus, möglichst noch mit Pool, leisten können. Sonst stottert der Wirtschaftsmotor. Und wer zahlt die Pensionen für die Personalchefs, Lehrer und Eltern?

Wer in der Arbeitswelt nicht gleich von Beginn an reibungslos funktioniert, der hat schnell keine Chance mehr. Die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen ist besorgniserregend; sie ist um ein Drittel höher als die allgemeine. Die Krise hat die Jungen besonders hart getroffen. Unternehmen stellen kaum noch junge Mitarbeiter ohne Berufserfahrung ein, auch Lehrstellen bleiben Mangelware. Wer – wie oben erwähnt – dann auch noch Probleme hat oder sich nicht ins System fügen will, hat kaum noch eine Perspektive. Nach einem solchen Fehlstart stehen die Chancen schlecht für ein selbständiges, eigenverantwortliches Leben.

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