Gesellschaft

Der 3. März ist der Tag des arbeitsfreien Sonntag

Sonntag

... und ich habe dazu passend dieses wirklich nette Pic entdeckt (Quelle), das zwar aufs Wochenende verweist, aber die Sache doch ganz klar auf den Punkt bringt: Wir brauchen alle miteinander eine Auszeit von Alltag.

Die KAB der Diözese St. Pölten weist in einer Aussendung auf die zunehmende Bedrohung des Sonntags hin und fordert einen EU-weiten Schutz des arbeitsfreien Sonntags. 

Da mach ich nicht mit! Argumente gegen rechte Sprüche. Eine Leseempfehlung von Land der Menschen

Wir kennen das - Eine typische Situation am Stammtisch, grauenhafte Sprüche - gegen die Ausländerinnen und Ausländer gehts wieder einmal. Und dann gehts frustriert nach Hause, weil wieder mal im richtigen Moment die passenden Gegenargumente und Kommunikationsstrategien nicht eingefallen sind. Abhilfe schafft das Büchlein "Da mach ich nicht mit! Argumente gegen rechte Sprüche", das Land der Menschen nun schon in zweiter Auflage herausgegeben hat. Marion Wisinger gibt darin nützliche Tipps für den Umgang mit solchen schwierigen Situationen und man_frau erfährt eine Menge an Fakten zum Thema MigrantInnen in Österreich. Obendrein ist das Büchlei superhübsch geworden, finde ich. Doch schaut selbst:

Wer es lieber gleich in Händen hält - Bestellungen an landdermenschen.ooe@aon.at

Arbeitsfreier Sonntag: Kein Anlaßfall oder doch Salamitaktik? Zu den Aussagen von Wirtschaftskammerpräsident Leitl

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In der heutigen OÖ. Krone kritisiert Wirtschaftskammerpräsident Dr. Christoph Leitl in einem Interview den Fastenhirtenbrief von Bischof Schwarz. Ihn erzürnt die Aussage, dass "zunehmende Begehrlichkeiten der Wirtschaft" den arbeitsfreien Sonntag bedrohten. Dafür gebe es keinen aktuellen Anlass. Leitl stehe hinter der Vereinbarung mit dem emeritierten Bischof Aichern, dass "der Sonntag kein Alltag, sondern ein Tag der Ruhe, des Innehaltens und der menschlichen Begegnung" ist.

Sehr geehrter Herr Dr. Leitl, wenn das stimmt, dann frage ich mich ...

Benefiz-Suppenessen der Katholischen Frauenbewegung Oberösterreich im Linzer Landhaus

Landauf, landab wird derzeit zum Fastensuppenessen geladen. Denn die Katholische Frauenbewegung meint "Teilen macht stark" und unterstützt im Rahmen der Aktion Familienfasttag entwicklungspolitische Projekte. Heute gab es das Benefiz-Suppenessen im Linzer Landhaus. Hier einige Impressionen (erstmals nicht nur Fotos, sondern auch ein selbstproduziertes Video), da weitere Informationen zur erfolgreichen Veranstaltung.

Lecker waren sie die Suppen - aber wenn es für eine gute Sache ist, schmeckt es nochmal so gut!

Weitere Videos: Mittagsgebet und Bericht von Brigitte Handlbauer über eine kfb-Sensibilisierungsreise nach Nordostindien

Nachtrag zu ArbeitsFAIRteilung

Rund ums Thema Arbeit / Arbeitslosigkeit / Umbewertung von Arbeit gibt es einiges nachzulesen in Information-Diskussion, Ausgabe Februar 2010. Interessant finde ich die Beiträge über komplementäre Arbeitsformen, integrative Leitvisionen, neue Arbeit usw. Diese Visionen weiten den Blick über die Erwerbsarbeit hinaus auf andere Arbeitsbereiche (Reproduktionsarbeit, Bürgerarbeit z. B.) und zeigen, dass Veränderungen des  "Mobile-Teilchens" Erwerbsarbeit nur im größeren Zusammenhang diskutiert werden können.

Teilen macht stark.

plakat familienfasttagDie Aktion Familienfasttag der Katholischen Frauenbewegung (KFB) verbindet den Gedanken des Fastens mit dem Gedanken des Teiles - und damit des Empowerments von Frauen in den Ländern des Südens. Seit 1958 wird eingeladen, als Zeichen der Solidarität mit hungernden Menschen nur eine Suppe oder eine einfache Speise zu essen und das dadurch ersparte Geld für Hilfsprojekte zu spenden. Das Motto "Teilen macht stark" macht deutlich, dass so nicht nur entwicklungspolitischen Projekten (heuer in Indien, auf den Philippinen und in Kolumbien) unterstützt werden, sondern dass die bewusste Wahrnehmung manchen Überflüsses hier in Westeuropa für uns selbst ein wichtiger Reflexionsschritt ist. So oft ist die Rede von einer Welt, so selten gibt es wirklich verbindende Schritte. Wie notwendig diese sind, macht auch das heurige Schwerpunktthema der mit dem Familienfasttag verbundenen Bildungsarbeit deutlich: Es geht um den Klimawandel, der auf die Länder des Südens noch fatalere Auswirkungen hat als auf uns in Europa. 

Mein, dein und unser Radweg. Mybikelane bietet Hilfe zur Selbsthilfe für verärgerte RadfahrerInnen.

Nicht nur für AutofasterInnen, sondern für alle RadfahrerInnen, stellen parkende Autos oder sonstige Hindernisse auf Radwegen eine alltägliche Belästigung dar. In den Städten gibt es sowieso wenige Verkehrsflächen, die exklusiv für RadfahrerInnen zweckgewidmet sind und selbst diese werden von rücksichtslosen Menschen oft als Parkplatz fürs Auto missverstanden. Ich habe den Eindruck die Polizei kontrolliert da zuwenig, denn eigentlich müsste das ein "gutes Geschäft" sein, auf Radwegen Strafzettel zu verteilen. Aber vielleicht gibt bei den meist selbst vor allem autofahrenden PolizistInnen auch zuwenig Bewusstsein dafür?

ArbeitsFAIRteilung

"Bevor i d'Hackn verlier, hab i liaba Kurzarbeit", sagte gestern ein Verwandter zu mir. Bereits im Vorjahr hatten sie in seiner Firma Kurzarbeit. Immer wieder verlängert dauerte sie letztendlich das gesamte Jahr, als Alleinverdiener mit drei Grundschulkindern wurde es finanziell spürbar enger - aber es war zum Auskommen.
Kurzarbeit kann bedeuten, vorhandene Arbeit fair aufzuteilen und: sie kann den Blick öffnen für das Leben außerhalb der Erwerbsarbeit. Ich vermute, so mancher kam auf den Geschmack und merkte plötzlich, wie angenehm es ist, wenn die Berufsarbeit nicht das ganze Leben frisst.
Also warum nicht generell weniger erwerbsarbeiten? Es gibt genug andere, notwendige  Arbeit, die getan werden muss, damit unser Leben und unsere Gesellschaft gut funktioniert. Dass sich Kurzarbeit (= kürzere Normalarbeitszeit) organisieren lässt, hat das vergangene Jahr gezeigt. Also bleibt die Frage nach dem Willen zur Umsetzung. Und die Frage nach einem angemessen Einkommen zum Auskommen. Doch diese Frage stellt sich für viele so oder so.

Twitter-Fasten

Autofasten [auf ThemaTisch, Homepage, Facebook, Twitter] ist ja schon ein innovativer Ansatz des Fastens. Es geht dabei um eine Form von zeitgemässen Konsumverzichts und damit ein Zeichen für sanfte Mobilität und gegen den Klimawandel.

Jana Herwig alias Digiom, Medienexpertin und Universitätsassistentin an der Uni Wien, hat sich nicht nur für den Verzicht auf Alkohol, Zucker und Fleisch entschieden, sondern verzichtet bis Ostern auch auf das Twittern und hat das nicht nur im Blog, sondern auch mittels einer letzten Meldung in diesem Kurznachrichtendienst mitgeteilt.


twitterfasten

Twittern via Fax

Immer wieder mal wieder kommen mir so skurille Sachen unter zum Web 2.0, die ich einfach teilen muss: Eine ältere Dame - nicht Ivy Bean, die älteste Twittererin aus Grossbrittanien - aus den USA verschickt ihre Twitter-Messages für die Familie übers Fax. Und ich dachte immer, dass das Fax eine Technologie am absteigenden Ast ist ;-)

via ANDERS|denken

Autofasten - eine Einladung

autofasten1

Jedes Jahr laden die Umweltbeauftragten der Katholischen und Evangelischen Kirche zum Autofasten ein, diesmal in der Zeit von Aschermittwoch 17. Februar bis Karsamstag 03. April 2010. Und zwar nicht nur Leute mit Auto, sondern auch solche, die keines haben, aber aktiv für sanfte Formen der Mobilität eintretenund  ihr eigenes Mobilitätsverhalten überprüfen wollen. So bietet die Website von Autofasten auch für Angemeldete auch eine eigenes Mobilitätstagebuch. Zudem gibts auch was zu gewinnen (in Oberöstereich eine Jahreskarte des OÖVV und ein MegaTicket der LinzLinien) - wer das aber alles genau wissen will, hat neben dem Autofasten-Newsletter, der über die Website bestellbar ist, noch andere Möglichkeiten.

Valentins-Blumen mit Effekt

Blumen FAIR-schenken.
Am 14. Februar, dem Gedenktag des Hl. Valentin, werden Blumen und Pralinen als eine Geste der Verbundenheit verschenkt. Die katholischen und evangelischen Umweltbeauftragten Österreichs rufen auf, als Zeichen der Verbundenheit mit den Produzent und Produzentinnen auf die Gütesigel zu achten.
 
Seit dem Jahr 350, 80 Jahre nach seinem Tod, wird sein Fest am 14. Februar in der Kirche gefeiert. Der heilige Bischof und Märtyrer Valentin wurde in vielen, durchaus unterschiedlichen Anliegen angerufen. Er galt unter anderem als Patron der Verliebten und Brautleute, denen man den Segen und die Fürbitte des heiligen Valentin „für a guate Heirat“ wünschte. Die Legende besagt, dass Valentin einmal einem verliebten Paar zur Flucht und gegen den Willen der Eltern zur Ehe verholfen habe. Damit ist er auch der Stifter glücklicher Ehen – trotz Hindernissen.
 
GärtnerInnen und FloristInnen haben den Brauch am Valentinstag  Blumen zu schenken wieder belebt. Einen ähnlich gelagerten Brauch gab es im alten Rom: Genau am 14. Februar wurde das Fest der Göttin Juno, der Beschützerin von Ehe und Familie, gefeiert. Die Altäre der Göttin wurden geschmückt, auch die Frauen innerhalb der Familie wurden mit Blumen beschenkt.
 
Die wenigsten Blumen kommen aber im Februar aus Mitteleuropa. Ein Großteil der Blumen wird daher aus den Ländern des Südens importiert. Dort ist der Blumenhandel ein lukratives Geschäft. Für die großen Gewinnspannen haben allerdings die Arbeiter und Arbeiterinnen den Preis zu zahlen. Schlechte Arbeitsbedingungen und geringe Entlohnung, gehen mit umweltschädlichen Produktionsmethoden Hand in Hand.

Was mit dir passiert, wenn du im Internet deppert bist

Heute, am 9. Februar 2010 findet zum mittlerweile 7. Mal der Europäische Safer Internet Day statt. Unter dem Motto „Think before you post!“ liegt der inhaltliche Schwerpunkt diesmal auf dem immer wichtiger werdenden Schutz der Privatsphäre im Internet

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Gerade eben beim Mittagessen habe ich mit KollegInnen darüber geplaudert, dass gerade Kids viel im Internet aktiv sind, sich aber mancher Gefahren nicht bewusst sind, zum Beispiel, dass die coolen Partyfotos auch vor einem Bewerbungsgespräch durch einen potentiellen Arbeitgeber betrachtet werden könnten. Die Fakten dazu im Standard:

"Laut einer Studie des Instituts für Jugendkulturforschung sind 68 Prozent von 402 Befragten im Alter zwischen elf und 19 Jahren mindestens einmal auf der Online Community ihrer Wahl aktiv, bevorzugt auf Facebook, Netlog, Myspace. Nur 14 Prozent von ihnen gaben an, sich mit Sicherheitseinstellungen zum Schutz der Privatsphäre auszukennen. Gleichzeitig erlauben 35 Prozent der jungen Surfer, allen Mitgliedern des jeweiligen Freundesnetzwerks, ihr Profil einzusehen."

Transparenz ja - oder doch nicht?

In den vergangenen Monaten ist in Österreich der Ruf nach mehr Transparenz in Bezug auf soziale Transferleistungen laut geworden: Wer bekommt wie viel an finanzieller Unterstützung, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten? Gibt es Leute, die das Sozialsystem ausnützen und mehr Geld bekommen, als ihnen gesetzlich zusteht?

Auffallend ist, dass sich manche EntscheidungsträgerInnen in Politik und Wirtschaft nun in der ebenfalls öffentlich gewordenen Debatte um Steuerhinterziehung (in Deutschland) vornehm zurückhalten und beispielsweise von einer Lockerung „unseres“ Bankgeheimnisses zugunsten höherer Transparenz nichts wissen wollen. Wie passt das zusammen?
 

Schluss mit lustig ...

Mordillo+1

… oder wie eine Gesellschaft zunehmend an Humor verliert. Von Zeit zu Zeit gehe ich Schwimmen, zum Einen weil es Spaß macht und zum Anderen um etwas für mein körperliches Wohlbefinden zu tun. Offenbar hatten an jenem Tag auch einige andere diese Idee, somit war ich bei weitem nicht der einzige im Schwimmbecken des Hallenbads.

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