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Facebook, Twitter & Co - Vortrag von Ferdinand Kaineder (Video)

Ein Vortrag zum Thema Social Media von Ferdinand Kaineder, Theologe und lange Leiter des Kommunikationsbüros der Diözese Linz, heute Geschäftsführer der Academia Superior, ist auf Bildungs.TV dokumentiert. Er fand im im Maximilianhaus in Attnang-Puchheim statt und gibt einen guten Einblick in die Chancen, aber auch Risken sozialer Medien - für EinsteigerInnen!

Soziale Netzwerke gewinnen für viele Menschen immer mehr an Bedeutung. Andere meiden diese Netzwerke gänzlich. Unbestritten ist, dass die Social Media sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich bringen. Wichtig ist der richtige und vernünftige Umgang. Ferdinand Kaineder versucht in seinem Vortrag "Facebook, Twitter, Blog und Co - Wie mit neuen Medien umgegangen werden kann" Einblicke in die virtuelle Welt zu geben und Berührungsängste abzubauen.

Wer trotz Wochenende nicht soviel Zeit hat, das mehr als einstündige Video anzuschauen, findet hier einen kurzen Trailer mit den prägnantesten Aussagen. Mir gefallen besonders gut die anschaulichen Vergleiche zwischen dem alltäglichen Offline-Leben und der interaktiven Online-Welt.

Workshop Facebook für EinsteigerInnen

[Update] Am 17. November hatte ich das Vergnügen, 18 TeilnehmerInnen beim Workshop "Hier bekommt Facebook ein Gesicht" beim Einstieg in dieses soziale Netzwerk zu begleiten. Sarah Lammer, Studentin an der Pädagogischen Hochschule, hat mich dabei unterstützt, weil sonst gar nicht soviele TeilnehmerInnen möglich gewesen wären. Danke, Sarah! Es gibt einfach zuviele Fragen, wenn soviele Leute direkt am Computer sitzen und Facebook ausprobieren. Organisiert hat diesen Workshop die Katholische Frauenbewegung Oberösterreich (Website, Facebook-Seite) und wir alle miteinander freuen uns über das große Interesse, der Workshop war ausgebucht und auch beim zweiten Termin im März 2011 sind schon InteressentInnen angemeldet. 

Das Feedback der TeilnehmerInnen war sehr positiv, das Ziel, einen ersten Einblick in die Funktionsweise von Facebook zu schaffen, ist gelungen. Viele werden in den nächsten Tagen weiter machen, weitere Funktionen entdecken, aber vor allem auch FreundInnen und Bekannte via Facebook finden- oder auch den Kindern und Enkelkindern ein bisserl über die Schulter schauen, was sie in der virtuellen Welt so treiben.

Für manche war es interessant, sie wollen aber Facebook nicht weiter nutzen oder zumindest jetzt nicht. Damit kann ich sehr gut, denn ich bin mir sicher, es muß einfach jeder und jede für sich selbst entscheiden, welche Kommunikationskanäle für einen selbst passen. Es hat ja auch nicht jeder und jede einen Fernseher ;-)

Sehr stark habe ich - wieder einmal - wahrgenommen, dass Eltern und Großeltern das Bedürfnis haben, zu wissen, was Jugendliche, die ja fast alle auf Facebook sind, dort machen. Ich nehme das als sehr wichtiges Thema wahr und würde mir durchaus wünschen, dass sich die Kirche noch stärker in diesem Bereich der Elternbildung engagiert und Orientierungshilfe gibt. Es geht ja nicht darum, neue Entwicklungen abzulehnen, sondern diese kritisch zu diskutieren und aktiv zu gestalten. Denn Wissen schützt vor so manchen Fallstricken, auch in virtuellen Welten.

Einige TeilnehmerInnen waren auch beim Workshop dabei, weil sie überlegen, Facebook in ihrem beruflichen Kontext oder für ihr Engagement zu nutzen. Dieses Thema konnten wir in den gut 3 1/2 Stunden nicht wirklich beleuchten. Was aber, so glaube ich, für alle klar geworden ist, ist dass dafür der erste Schritt ist, selbst einmal eine Weile als Privatperson dieses soziale Netzwerk zu entdecken. Dabei werden einen die Dynamiken klar und dann lässt sich fundiert darüber nachdenken, was es für Nutzungmöglichkeiten für Organisationen oder Themen gibt. Dabei unterstütze ich Menschen aus der Diözese Linz auch gerne, einfach melden! 

Die Slides vom Workshop hier zum Nachlesen und -klicken: 

Ich will bloggen! Wie geht das ....

Viel wird darüber diskutiert, manche denken daran, selbst ein Blog zu starten, andere reden davon, daß Bloggen längst out ist und Twitter und Social Communities diese Internettagebücher ersetzt haben. Gerade eben ist auch das World Blogging Forum in Wien über die Bühne gegangen, in Berlin gab vor einer Weile auch schon mal eine christliche BloggerInnentagung.  Für mich ist Bloggen jedenfalls nicht out, geändert hat sich aber in den letzten Jahren die Kontextualisierung von Blogs: Viele BloggerInnen twittern auch, viele Blogs haben eigene Facebook-Pages oder kommunizieren neue Blogeinträge über ihr Facebook-Profil und erweitern so ihre LeserInnenschaft. Ein Blog ist so wie andere Social Media auch ein Teil des Medienmixes - und dabei ist es egal, ob das aus der Perspektive einer bloggenden Einzelperson gesehen wird oder aus aus der Perspektive einer Organisation oder Initiative, die ein Blog betreibt.

Blog  Foto: rcade

Hier möchte ich nun die Grundlagen des Bloggens darstellen, inhaltlich wie technisch. Das, weil ich sehr davon überzeugt bin, dass Bloggen gerade auch im kirchlichen Kontext Zukunft hat. Es geht für ChristInnen oft um Themen und Fragestellungen, wo eine Statusmeldung in Facebook oder 140 Zeichen auf Twitter einfach nicht ausreicht um darüber sinnvoll zu kommunzieren und mit Anderen ins Gespräch zu kommen. Dafür gibt es dann (neben dem persönlichen Gespräch!) das Blog - verbunden mit dem Netzwerkeffekt, das das Bloggen auslösen kann, wenn es entsprechend netzwerkend betrieben wird. Und: Gerade wenn es um Glaube, Religion, Sinnfragen geht, kommunizieren Menschen eben lieber mit Menschen, die als solche sicht- und spürbar werden, als mit abstrakt anmutenden Institutionen. Da kann Bloggen ein Baustein sein auf dem Weg, Kirche wieder erlebbarer zu machen für Menschen, die ihr vielleicht auch fern stehen.

"Was sucht denn ihr als Kirche im Web 2.0?"

Margit Hauft, Präsidentin der Katholischen Aktion OÖ (KA), schreibt in einer Kolumne der Zeitung der Katholischen Frauenbewegung (Mai 2010) über die Aktivitäten, die die KA mit dem Projekt ThemaTisch setzt: 
Margit Hauft"Was sucht denn ihr als Kirche im Web 2.0?", diese Frage bekam ich mehrfach gestellt, als ich vom neuen KA - Projekt "ThemaTisch" erzählte. Es klang fast so, als müsste ich mich rechtfertigen, als sei die KA mit dieser Idee auf Abwege geraten! Dabei suchen wir als Kirche via Internet genau das, was zu suchen uns aufgetragen ist: den Kontakt mit möglichst vielen Menschen, wo diese sich auch immer befinden mögen! Eine steigende Anzahl von ihnen, und nicht nur Jugendliche, findet sich regelmäßig auf Internetforen, den modernen "Marktplätzen" ein, um sich dort über "Gott und die Welt" zu unterhalten. Ist das nicht auch eine logische Gelegenheit für uns als Kirche, mit dem, was wir an Wertvollem zu bieten haben ebenfalls präsent zu sein, mit zu reden, mit zu mischen? Keine Angst, die elektronischen Treffen werden und sollen nie "leibhaftige" Begegnungen ersetzen, im Gegenteil, sie können Neugierde erwecken auf Gespräche von Angesicht zu Angesicht zusätzlich zu Facebook - Talks. Es geht also nicht darum, das Eine durch das Andere zu ersetzen sondern die zusätzliche Chance zu nützen, mit Menschen "um einen Tisch" zu sitzen und zu diskutieren, die wir sonst bestenfalls "alle heiligen Zeiten" treffen würden. Gottes Wege mit und zu uns Menschen sind immer noch unergründlich, warum sollte nicht einer davon auch durch das Internet führen?

Zwitschern? Twittern für EinsteigerInnen

Einfach so bei Twitter anmelden, kann schnell zur Ernüchterung führen. Es entsteht leicht der Eindruck, dass nichts los ist, niemand Interessanter zum Folgen wirklich zu finden ist im Meer der TwitterantInnen und einem selbst auch niemand folgt. In folgenden einige Tipps, wie es gelingen kann, dass Twitter schnell Spass und Sinn macht - und Twitter, dann das ist, was es ist, wie schon so oft gesagt: Twitter ist das, was Du selbst daraus machst. Diese Tipps hier sind für Privatleute gedacht, die sich Twitter mal anschauen wollen und damit rausfinden, ob der Dienst etwas für sie ist. Manches gilt auch fürs Twittern von Organisationen, dazu wäre aber sicherlich viel mehr zu sagen, vielleicht ein andermal. Generell gilt, es geht recht flott, auf Twitter in Kommunikation zu kommen, wenn man/frau einiges Spielregeln betrachtet, aber es ist unrealistisch, dass man/frau damit in zwei Tagen hunderte Leute erreicht. Ein bisschen langer Atem ist schon gefragt.