Menschen als Geschenk der Kirche auf meinem Lebensweg
Viele Menschen können mit ihrer Kirche nichts mehr anfangen und sind deshalb aus der katholischen Glaubensgemeinschaft ausgetreten. Sie wollen damit vielleicht ein Protest-Zeichen setzen oder haben einfach keinen Bezug mehr zu ihr. Dies stimmt mich deswegen traurig, weil mir gerade durch die Kirche und ihre Institutionen viele Menschen auf meinem Lebensweg geschenkt worden sind, die mich begleitet und gestärkt haben: Ordensfrauen und Priester, Seelsorgerinnen und spirituelle Wegbegleiter, Haupt- und Ehrenamtliche in den verschiedensten Bereichen. Durch sie alle habe ich erlebt, dass meine Kirche und mein Glaube, den mir meine Eltern in die Wiege gelegt haben, wesentlich zu einem sinnerfüllten und sinnstiftenden Leben beigetragen haben. Kirche ist für mich nicht Selbstzweck, sondern nur Werkzeug für den gelebten Glauben an Jesus Christus und seine Botschaft, durch die unsere Welt menschenfreundlicher werden kann.
Wer beschenkt da wen?
Wer beschenkt da wen?
Graz, Herrengasse, ein Samstag-Nachmittag im November 2005:
Die Menschen hasten im vor-adventlichen Trubel mit vollen Einkaufstaschen aneinander vorbei, ohne den anderen eines Blickes zu würdigen. Nur die Bettlerin aus Südosteuropa, die – an einer Hausmauer sitzend - ihre Hand ausstreckt, in die ich eine Münze hineinlege, schenkt mir einen wärmenden Blick, den ich so schnell nicht vergessen kann. Da steht die Welt um mich einen winzigen „Augen-Blick“ still und ich verliere mich mit einem Lächeln in den dunklen Augen dieser unbekannten Frau, die mir mehr Wärme schenken als das Kaffeehaus, das ich kurze Zeit später betrete… Und mir kommt ein Satz aus einer Evangelium-Auslegung vom Advent des Vorjahres in den Sinn: „...Die einfache und ärmliche Krippe in Bethlehem war der Ort der Menschwerdung Gottes damals. Die Not und die Armseligkeit dieser Welt ist der Ort der Menschwerdung Gottes heute…“
Veronika Pernsteiner,
Feldkirchen, im November 2005
Grenzen durch Freundschaften überwinden
Freundschaften über Grenzen hinweg
Minire Jashari leitet eine Spielgruppe mit zehn Kindern in Rottenegg
Ende Oktober hat sie mit neun Müttern und einem Vater Laternen gebastelt, denn am Samstag, 13. November feiern die Kinder und Eltern des SPIEGEL-Treffpunktes Rottenegg das Martinsfest mit einem Laternen-Rundgang. „Wie man Laternen bastelt, habe ich in einem Bastelbuch gelesen, denn das Martinsfest gibt es in unserer Religion nicht“, erklärt mir Minire bei meinem Besuch. Schwarzer Tee in schmalen hohen Gläsern und süße Baklava erwarten mich.
Lesen als Teil der Familienkultur - eine Antwort auf PISA von Mag. Ulrike Kneidinger, SPIEGEL-Elternbildung
Schule alleine trägt nicht die Verantwortung – auch die Eltern sind gefordert.
Mehr als jeder vierte österreichische Jugendliche (28 Prozent) gehört zur Gruppe der „Risikoschüler“: 25.000 verlassen pro Jahr die Schule, ohne sinnerfassend lesen zu können. 15 Prozent gehören in allen drei PISA-Kompetenzbereichen –Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften – zur Risikogruppe. Dafür allein dem Schulsystem, in dem es viele engagierte LehrerInnen gibt, die Schuld zuzuschreiben würde heißen, von den tiefgreifenden Problemen unserer Gesellschaft abzulenken. Das alleinige Heil in der Gesamtschule zu suchen, greift ebenfalls viel zu kurz.
Ist das Christkind wirklich blond?
"Ist das Christkind wirklich blond?" fragen sich 55 östereichische Journalistinnen augenzwinkernd im gleichnamigen Charity-Buch, das unter der Herausgeberschaft von Heidi Vitez und Nina Stögmüller entstanden ist. Die Autorinnen haben heitere, zutiefst menschliche und auch besinnliche Geschichten erfasst, von denen einige frei erfunden, manche ein wenig autobiografisch und andere wiederum wirklich genau so passiert sind. Wie z. B. meine Geschichte unter dem Titel "Unser Christkind kam erst nach der Stallarbeit". Die Einleitungsgeschichte von Christine Haiden, die eine von den insgesamt drei "kirchlichen Autorinnen" in diesem Buch ist, heißt "Als der Schuster nicht zu finden war" und spielt in Rom... Die dritte kirchliche Autorin ist Claudia Schmidthaler, Pfarrbrief-Redakteurin aus Hörsching.
MigrantInnen in der Freiwilligen-Arbeit - Die Essenz aus einer Tagung
Jugendgottesdienste beGEISTern die Menschen
Über die Symbolik von Entscheidungen
Das zweite Danebentappen ist der Aufruf zum "Weiß-Wählen", sprich ungültig-Wählen, bei der Bundespräsidenten-Wahl am kommenden Sonntag. Mir ist unerklärlich, warum Angehörige einer Partei, die keine(n) eigene(n) Kandidaten/Kandidatin aufstellt, demokratipolitisch bedenkliche Aufrufe zum Ungültig-Wählen tätigen. Dass die Gegenkandidaten von Heinz Fischer unwählbar sind für liberal und fortschrittlich denkende Menschen, bestätigen beide Kanditaten mit ihren eigenen Aussagen.
Bundespräsident Heinz Fischer hat seine Arbeit sehr gut und sehr verantwortungsbewußt wahrgenommen, deshalb werde ich ihn am Sonntag wieder wählen.